Europäische Megafabrik für die Fertigung Elektroauto-Batteriepacks

Alter Schwede – jetzt kommt aber Schwung in die europäische Batteriefertigung.

Northvolt

Nachdem Schweden mit der Automobilmarke VOLVO nun gerade nicht mehr der eigenständige Globalplayer ist, liefert  jetzt das schwedische Startup – Unternehmen Northvolt die Schlagzeile des Jahres. 800 km nördlich von Stockholm soll Europas größte Fabrik für Lithium-Ionen-Zellen und Elektroauto-Batteriepacks entstehen. Diese Fabrik hat das Format von Teslas Gigafactory

Ist das schon die europäische Antwort auf die US-amerikanische Tesla-Gigafactory?

Jörg Zippel

Der Schweizer Technologiekonzern ABB –  mit schwedischen Wurzeln – geht gemeinsam mit Northvolt die große Aufgabe an. Zwei ehemalige Tesla-Manager wollen das Projekt umsetzen und  sie wissen, wovon sie reden. Beide haben in der Tesla Fabrik im amerikanischen Nevada gearbeitet, wo Li-Ion-Batterien für ca. 500 Tausend E-Autos gefertigt werden sollen.

Die schwedische Fabrik soll ähnlich groß dimensioniert werden:

  • sie soll 4 Milliarden Euro kosten
  • sie soll eine Kapazität von 32 Gigawattstunden pro Jahr erreichen
  • sie soll 2.500 Arbeitsplätze schaffen
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Diese Fakten allein beeindrucken schon – aber noch mehr beeindrucken muss uns doch die Klarheit der Entscheidung. Im Werkstattjargon heißt das „Nägel mit Köpfen machen“.

Da ringen die Europapolitiker in Brüssel noch um eine abgestimmte Batterie-Strategie, um für die Zukunft nicht vollends den asiatischen Batterieherstellern ausgeliefert zu sein, da geht man in Schweden schon zu Werke…..

Von den deutschen Automobilbauern und deren Elektrooffensive gehen ja in Sachen Batterien auch keine wirklich ernst zunehmenden Impulse aus. Dabei ist und bleibt die Batterie das teuerste Einzelteil im E-Mobil.

Angesichts der wirtschaftlichen Erfolge der hiesigen Automobilindustrie fehlt es hier weniger am Geld, sondern mehr am Engagement – wartet man eventuell auf ein völlig neues effektiveres Batteriesystem? Li-Ion ist zwar in praktisch heute der Weisheit letzter Schluss und wird von den asiatischen Herstellern immer weiter dominiert und ausgereizt – aber Größe, Gewicht, Kapazität, Reichweite, Ladezyklen und Ladedauer sind neben den Preisen bestimmt noch nicht das Optimum.

Ein Fazit

Insofern muss uns im alten Jahr 2017 die schwedische Initiative in Sachen Elektromobilität und Batterien optimistisch stimmen und in diesem Sinne möchten wir uns auch sachlich, kritisch, optimistisch in unserem Blog verabschieden.

Wir wünschen all unseren Lesern eine schöne Weihnachtszeit, alles Gute fürs neue Jahr und auch 2018 werden wir in Sachen Batterien und Elektromobilität selbst wieder mobil machen.